VERHÜTUNG

Die wichtigsten Verkehrsregler im Überblick

Mit einem Anteil von 55 Prozent ist die Pille immer noch das meistverwendete Verhütungsmittel. Aber jeede dieser Frauen kennt vermutlich diese Situation, wenn sie morgens schlaftrunken nach dem Pillenstreifen greifen, blind die Tagesration herausdrücken und feststellen, dass sie einen Tag vergessen haben. Tja, nur welchen? Das lässt sich nicht mehr rekonstruieren, ist aber auch egal, weil die Verhütung damit ohnehin flöten ist. Die Pille erfordert neben einer gesunden Portion Disziplin auch einen verhältnismäßig geregelten Tagesablauf. Doch seit Anfang der 60 Jahre die Anti-Baby-Pille auf den Markt kam, hat sich erstaunlich viel getan. Ich habe mal die wichtigsten Verhütungsmethoden zusammengetragen.

Pille Die Pille enthält Östrogen und Gestagen und verhindert den Eisprung (Ovulation). Man nennt sie deshalb auch "Ovulationshemmer". Sie muss meist 21 Tage hintereinander täglich eingenommen werden. Die Pille bietet bei richtiger Anwendung einen fast einhundertprozentigen Schutz, Hautunreinheiten können sich bessern und Regelbeschwerden schwächer werden. Bei Erbrechen, Durchfall oder Vergessen ist die Wirkung futsch. Während des Stillens darf die Pille übrigens nicht eingenommen werden, auch für Raucherinnen über 35 Jahre und bei hohem Blutdruck sollte auf diese Methode verzichtet werden. Grundsätzlich besteht durch die Einnahme ein erhöhtes Risiko für Thrombose und Lebererkrankungen. Die Kosten: monatlich etwa 15 Euro.

Verhütungsring Wie ein Tampon wird der flexible Ring aus Kunststoff in die Scheide eingeführt, bis er bequem sitzt. Die genaue Position ist nicht wichtig. Dort bleibt der Hormonring dann für drei Wochen. Während der Regel wird er entfernt und anschließend wieder ein neuer Ring eingesetzt. Weil er Östrogen und Gestagen absondert findet der Eisprung nicht mehr statt. Diese sehr niedrig dosierte hormonelle Methode. Den Ring gibt es übrigens nur auf Rezept. Eine Dreimonatspackung kostet etwa 45 Euro. Wie bei der Pille ist die Verhütung auch mit dem Hormonring während des Stillens nicht erlaubt. Raucherinnen über 35 Jahre und Frauen mit hohem Blutdruck sollten auf diese Methode verzichten. Grundsätzlich besteht durch die Einnahme aber ein erhöhtes Risiko für Thrombose und Lebererkrankungen. Außerdem kann es zu Scheideninfektionen kommen. Die Vorteile: Erbrechen und Durchfall können ihm nichts anhaben. Er wirkt trotzdem.

Hormonpflaster Das Hormonpflaster ist etwa 4,5 mal 4,5 Zentimeter groß. Während eines Zyklus' muss man sich drei Wochen lang jede Woche ein neues Pflaster entweder auf den Bauch, die Außenseite des Oberarms, den Oberkörper oder auf den Hintern kleben, immer aber an die selbe Stelle. Die vierte Woche ist pflasterfrei. Das Hormonpflaster gibt auf der Haut Östrogen und Gestagen ab, verhindert den Eisprung und verändert die Gebärmutterschleimhaut. Wie bei der Pille ist die Verhütung auch mit dem Hormonpflaster während des Stillens nicht erlaubt. Raucherinnen über 35 Jahre und Frauen mit hohem Blutdruck oder Thromboseneigung sollten auf diese Methode verzichten. Und das Pflaster ist natürlich sichtbar. Die Vorteile: Zeitverschiebung, Schichtdienst, Erbrechen und Durchfall beeinträchtigen die Wirkung nicht. Der Pearl-Index beträgt 0,88, die Kosten ungefähr 42 Euro für 3 Monate.

Verhütungsstäbchen Hierbei handelt es sich um ein Hormon-Implantat aus einem dünnen, weichen Kunststoffstäbchen, das vom Frauenarzt unter örtlicher Betäubung an der Innenseite des Oberarms unter die Haut gelegt wird. Man spürt es nicht und sieht es nicht. Das Stäbchen gibt täglich kleinste Mengen eines Gestagens (Gelbkörperhormon) ab, dass den Schleimpfropf verdickt und den Eisprung verhindert. Das Hormon-Implantat kann bereits vier Wochen nach der Geburt angewandt werden und ist auch während der Stillzeit erlaubt. Als Nachteile sind lediglich mögliche Zyklusstörungen zu nennen. Mit einem Pearlindex von 0 bis 0,1 gehört diese Methode, die einmalig etwa 300 Euro (für 3 Jahre) zuzüglich Arzthonorar kostet, zu den sichersten.

Kupferspirale Die Kupferspirale wird vom Arzt in die Gebärmutter eingesetzt. Winzige Kupferteilchen verhindern dann zwei bis drei Jahre lang die Empfängnis, in dem sie den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut stören. Außerdem können sich Spermien nicht mehr bewegen. Man muss jedoch damit rechnen, dass sich Blutungen und Menstruationsbeschwerden verstärken. Außerdem steigt die Infektionsgefahr. Die Spirale gibt es ab etwa 50 Euro, dazu kommen die Arztkosten. Der Pearl-Index beträgt: 0,6 bis 1.

Kondom Das Kondom ist quasi der Volkswagen unter den Verhütungsmethoden und nach der Pille das am zweithäufigsten verwendete Mittel. Dadurch, dass es über das Glied gezogen wird, fängt es den Samen auf und bietet zusätzlichen Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Bei korrekter Anwendung ist das Kondom verhältnismäßig sicher. Trotzdem beträgt der Pearl-Index 3-12. Die Kosten von 50 Cent pro Kondom fallen logischerweise nur an, wenn es gebraucht wird.

Diaphragma Eine individuell durch den Arzt angepasste Gummikappe, die jedes Mal mit einem speziellen Gel bestrichen werden muss, wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt. Sie sitzt vor dem Muttermund und verhindert so, dass Eindringen von Samen und die Gebärmutter. Diese Methode ist mit einem Pearl-Index von 3 bis 18 allerdings nicht besonders sicher und setzt eine gewisse Übung voraus. Dafür belasten Sie Ihren Körper aber auch nicht mit irgendwelchen Hormonen und Sie müssen diese Methode immer nur im Bedarfsfall anwenden.

Verhütungscomputer Jeden Morgen vor dem Aufstehen muss mit dem Computer entweder die Temperatur oder die Hormonwerte gemessen werden, woraus der Computer dann die unfruchtbaren Tage errechnet. Mit einem Pearl-Index von 6 gilt diese Methode, die während der Stillzeit nicht möglich ist, als äußerst unsicher. Dafür hat sie aber auch keine schädigende Wirkung auf den Organismus. Die Kosten bewegen sich für den Computer und einige Teststreifen bei ungefähr 100 Euro. Ein geregelter Tagesablauf und ein stabiler Zyklus sind Voraussetzung.

Bioself Was Männer unter Bioself verstehen, einem in der Schweiz erfundenem Medikament zur Verhütung, offenbart sich unter www.bioself.de - Man wird sehen, was Bio`s Elf nach der WM so treiben wird.