Nur die Liebe zählt, oder: die Hormonspirale.

Wie ich eingangs schon kurz erwähnt hatte, gilt die Hormonspirale neben der Sterilisation als sicherste Verhütungsmethode, weil sie die Vorteile der Pille und der Kupferspirale vereint. Deshalb habe ich mich mit diesem Thema etwas ausführlicher befasst und wirklich interessante Infos gefunden. Alleine in Deutschland verhüten derzeit fast eine Million Frauen mit der Hormonspirale, bei der ein kleiner, elastischer Kunststoffzylinder, der das Gelbkörperhormon Levonorgestrel enthält, vom Arzt während der Monatsblutung in die Gebärmutter eingesetzt wird. Ihre Wirkung hält bis zu fünf Jahre an. Insofern eignet sich die Hormonspirale vor allem für Frauen, die längere Zeit nicht schwanger werden wollen. Zum Beispiel nach der Geburt oder für Frauen ab 40.

Anwendung und Wirkung
Die t-förmige Hormonspirale enthält das Gelbkörperhormon Levonorgestrel und wird von Ihrem Frauenarzt direkt in die Gebärmutterhöhle eingelegt, wo sie für den Zeitraum von fünf Jahren geringe Mengen des Gestagen gleichmäßig freisetzt. Das verdickt den Schleimpfropf im Gebärmutterhals, so dass Spermien nur schwer zur Eizelle durchdringen können. Sollten sie es dennoch schaffen, verhindert die deutlich dünnere Gebärmutterschleimhaut, dass sich das befruchtete Ei einnisten kann. Die Hormonmenge ist so gering, dass der Eisprung nicht unterdrückt wird. Sie behalten also Ihren Zyklus bei, aber die Regelschmerzen vermindern sich und die Monatsblutung fällt häufig durch die deutlich dünnere Gebärmutterschleimhaut schwächer aus - bei rund einem Viertel der Frauen bleibt die Blutung sogar ganz aus. Bereits im ersten Zyklus nach der Entfernung der Hormonspirale kann man wieder schwanger werden. Nur in Einzelfällen kann es länger dauern, bis die Hormone im Körper ihre volle Wirkung verlieren. Frauenärzte empfehlen auf alle Fälle, die Lage der Spirale alle drei bis sechs Monate per Ultraschall kontrollieren zu lassen. Entfernt werden kann die Hormonspirale übrigens jederzeit, spätestens aber nach fünf Jahren, durch das Ziehen an den Fäden.

Die Kosten
Einmalig zwischen 300 und 400 Euro kostet das Einsetzen der Hormonspirale durch den Frauenarzt. Bei einer Langzeitwirkung von fünf Jahren entspricht das monatlich irgendetwas um die 5 Euro. Die Kosten werden aber nicht von der Krankenkasse übernommen.

Die Vor- und Nachteile